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Referenzprojekt

Migration Microsoft Exchange Server 2007

 

Die Ausgangssituation

Mit rund 400 Mitarbeitern ist die Wiedemann Gruppe als einer der größten deutschen Hersteller von Hightech-Produkten aus dem Bereich der Mess-, Steuer- und Regeltechnik für einen breit gefächerten Kundenkreis aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, sowie der Medizintechnik und Lebensmittelindustrie. Speziell im Bereich frei programmierbarer elektronischer Steuerungen für mobile Arbeitsmaschinen hat sich die Wiedemann Gruppe in den letzten Jahren eine führende Rolle in Europa erarbeitet und will diese in den nächsten Jahren auch weltweit ausbauen.

Dies setzt unter anderem eine stabile und leistungsstarke Kommunikationsinfrastruktur voraus - und genau diese musste aufgrund eines starken Zuwachses an Kunden und Mitarbeitern erweitert werden. In den Worten von Uwe Huber, IT-Leiter bei Sensor-Technik Wiedemann:

»Das über Jahre hinweg gewachsene E-Mail- Volumen und der permanente Anstieg der Benutzerzahlen und Dienste hatte bei uns zu einer aufwändig zu verwaltenden Messaging- Infrastruktur geführt.«

Als Herausforderung stellte sich dabei ein Tobit Server heraus, der in einer Microsoft Windows Server 2003 / Active Directory Umgebung als Mail-System zum Einsatz kam. Tobit verwendet eine eigene Benutzerverwaltung, da es mit dem Verzeichnisdienst Active Directory nicht kommunizieren kann.

Die Folge: Konten und Postfächer der Kunden müssen an verschiedenen Orten unabhängig voneinander administriert werden, was zu einem hohen Verwaltungsaufwand führt. Bei einer ständigen Zunahme an Postfächern und Speicherbedarf stieß das Tobit System zunehmend an seine Grenzen. Ganz anders beim Exchange Server 2007. Da er auf optimale Weise in die Active Directory Umgebung integriert ist, beispielsweise seine gesamte Konfiguration dort speichert und damit eine einheitliche Verwaltung der Benutzerkonten und ihrer E-Mail-Eigenschaften gewährleistet, schien er als Ersatz die geeignete Wahl. Dies setzte aber das Design und die Implementierung einer neuen Struktur von Organisationseinheiten voraus, die die Verwaltung verschiedener Anwendergruppen mittels Gruppenrichtlinien auf einfache Weise unterstützt - genau die richtige Aufgabe für die Consultants der PROTRANET Consulting Group.

Die Umsetzung

Die erste Aufgabe der PROTRANET Consultants bestand darin, den zu migrierenden Datenbestand vorzubereiten. Die Tobit- Quelldaten wurden gesichtet und geprüft, um sicherzustellen, dass die Daten fehlerfrei waren, Anhänge keine Viren enthielten und die Archive konsistent waren. Einen konsistenten Datenbestand vor der Migration sicherzustellen bewährt sich spätestens dann, wenn unvorhergesehene Probleme auftreten.

Gleichzeitig musste entschieden werden, welche Benutzer und welche Archive überhaupt für die Migration in Betracht kamen und welche entweder gar nicht oder lediglich zu Testzwecken einbezogen werden sollten. In Zusammenarbeit mit dem IT-Team von Sensor-Technik Wiedemann wurde Tobit von nicht mehr relevanten Konten bereinigt. Anschließend musste das Tobit-Stammverzeichnis der Benutzerdaten auf das benötigte Speichervolumen überprüft werden, da alle Migrations-Tools hier Limitierungen haben. Die Erfahrung zeigt, dass das Volumen nicht selten unterschätzt wird, da der tatsächliche Speicherbedarf eines Objekts im Dateisystem und der für den Benutzer sichtbare Speicherbedarf sich aufgrund der Codierung oftmals unterscheiden.

Im nächsten Schritt bereiteten die PROTRANET Consultants den Active Directory Verzeichnisdienst auf den Einsatz des Exchange Servers 2007 vor. Der Verzeichnisdienst wie auch die Diensteinträge im Domain Name System (DNS) wurden auf Fehlerfreiheit geprüft, damit der Zugriff des Exchange Servers auf die Konfigurationsdaten, die er im Active Directory ablegt, jederzeit gewährleistet ist. Zur optimalen Verwaltung der verschiedenen Gruppen von Benutzerkonten mittels Gruppenrichtlinien planten die PROTRANET Consultants eine neue Struktur von Organisationseinheiten (OU), die sicherstellt, dass derartige Richtlinien auch einfach und übersichtlich zu verwalten sind. Die Gruppenrichtlinien, die danach erstellt wurden, dienen beispielsweise dazu, automatisch das MAPI Profil für die Benutzer zu erstellen. Zu diesem Zweck wurde ein Profile File (PRF) erstellt und via Gruppenrichtlinien an die Clients verteilt.

Nun wurde die 64 Bit Version des Windows Server 2003 in einer virtuellen Umgebung auf einem Hewlett-Packard High-End 64 Bit Server System installiert. Für den Einsatz von Exchange Server 2007 ist ein 64 Bit System und die 64 Bit Version des Betriebssystems Windows Server 2003 zwingend erforderlich. Es wurden die derzeit verfügbaren aktuellen Updates eingespielt, das System in die Active Directory Domäne integriert und für den Einsatz von Exchange 2007 konfiguriert.

Nach Prüfung der Funktionsfähigkeit, Fehlerfreiheit und des Zugriffs auf den Active Directory Verzeichnisdienst begann die eigentliche Exchange Server 2007 Installation. Im Rahmen dieser Installation wurden auch Anpassungen des Datenmodells im Active Directory Datenmodell (Schema) von der Installationsroutine durchgeführt. Diese Modellanpassungen stellen eine deutliche Erweiterung des Schemas dar, die zur Aufnahme der Email-Eigenschaften der Konten (z.B.: Benutzerkonten, Kontakte und Gruppen) sowie der Bildung der Exchangeorganisation mithilfe von neuen Objektklassen und Attributen dienen.

Sobald die Anpassung abgeschlossen war, konnte die Exchange Server Software installiert werden, welche die Messagingdienste bereitstellt.

Im Anschluss daran wurden Sende- und Empfangskonnektoren eingerichtet, damit ein optimaler Nachrichtentransfer stattfinden konnte.
Ebenso wurden die Exchange-Berechtigungen angepasst, sowie alle Postfächer eingerichtet, die der Aufnahme der Daten aus dem Tobit System dienen.

Abschließend vor der Datenübernahme implementierten die PROTRANET Consultants eine Backuplösung, die performant und komfortabel das Exchange System sichert und ebenso die leichte Wiederherstellbarkeit des Systems, einzelner Datenbanken oder auch Postfächer erlaubt. Nun konnte die Migration beginnen. Die Systeme von Tobit und Microsoft können zwar Daten über Standardprotokolle miteinander austauschen, aber ein Benutzerumzug inklusive aller Anwenderdaten von einem zum anderen System ist schlicht und einfach ohne zusätzliche Tools nicht möglich. Für die Migration der Postfächer vom Tobit-System nach Exchange Server 2007 wählten die PROTRANET Consultants deshalb das Werkzeug Tobit2Exchange, das zuverlässig die Daten des Tobit Servers in das Zielformat überträgt.

Zunächst wurde ein Testlauf zur Datenübernahme durchgeführt. Dies stellte sicher, dass alle ausgewählten Elemente und Objekte korrekt konvertiert wurden. Anschließend wurde die wirkliche Übernahme in die Produktionsumgebung durchgeführt. Abschließend wurde stichprobenartig kontrolliert, ob die Migration der Daten von Tobit zu Exchange erfolgreich war.
Es wurden einzelne Elemente geöffnet, ebenso Attachments, Kalender- und Adresseinträge, um sich von der korrekten Konvertierung der Daten zu überzeugen. Besonders war darauf zu achten, dass Absende- oder Empfangsdaten sowie Absender- und Empfängeradressen korrekt waren.

Der Mailfluss wurde neu konfiguriert, sowie Outlook 2003 auf den Clientsystemen zur Nutzung des neuen Mail-Servers angepasst. Von Outlook werden alle verfügbaren Funktionen benutzt, angefangen beim Mailing über Kalender und Aufgaben bis hin zu Formularen, die auf dem Exchange Server hinterlegt sind. Die verwendeten Formulare wurden zentral auf dem Exchange System erstellt und abge- legt. Dadurch sind sie unternehmensweit verfügbar und die Kommunikation der Benutzer hat eine einheitliche Basis.
Die Migration des bestehenden Mail-Systems wurde ohne Risiken sichergestellt. Möglich wurde dies durch den Einsatz einer Testumgebung, die mit virtuellen Maschinen die wichtigsten System- und Administrationsprozesse abbildete.

Der Nutzen

Durch die gelungene Migration verfügt die Wiedemann Gruppe nun über eine standardisierte und leicht zu administrierende Kommunikationsinfrastruktur. Dank der deutlich verbesserten Infrastruktur, welche sich die Technologien unter Windows 2003, Exchange Server 2007 und Outlook 2003 zunutze macht, kann die IT-Abteilung von Sensor-Technik Wiedemann den einzelnen Fachbereichen und Produktionsstätten eine zuverlässige und uneingeschränkte Kommunikation garantieren.

Dazu Uwe Huber, IT-Leiter bei Wiedemann:

»Durch den Einsatz einer modernen und leistungsfähigen E-Mail-Lösung sind wir für steigende Anforderungen in der Zukunft sehr gut gerüstet.«

Die Vorteile im Einzelnen: Das neue Design durch die Integration in das redundante Active Directory eine Erhöhung der Verfügbarkeit des Exchange Servers 2007 sicher. Dadurch, dass das Active Directory Design für das gesamte Unternehmen einfach anzupassende Richtlinien vorgibt, stellt es einen großen Schritt hin zur Standardisierung und leichten Administrierbarkeit dar. Vor allem die Zugriffsmöglichkeiten des Exchange Servers 2007 auf die Verzeichnisdaten des Active Directory führen dabei zu einer deutlichen Minimierung des Administrationsaufwandes, da jetzt nur noch eine zentrale Verwaltungsoberfläche genutzt wird. Der bereits während des Projektes durch das Projektteam betriebene, effiziente Wissenstransfer sorgt zusätzlich für ein reibungsloses Verwalten der Produktionsumgebung.
Noch einmal abschließend IT-Leiter Uwe Huber zum gesamten Migrationsprojekt:

»Die PROTRANET Consulting Group hat uns vor und während des Migrationsprojekts durch hohe Kompetenz, Know how in den neuesten Technologien und eine strukturierte Vorgehensweise und projektorientiertes Arbeiten überzeugt. Auch in Zukunft wird die PROTRANET Consulting Group der Lösungspartner unserer Wahl sein.«

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